News vom Literarturkurs: Auerhaus

Veröffentlicht am: 26.11.2018

News vom Literarturkurs: Auerhaus

In diesem Jahr haben wir, der neue Literaturkurs der 12. Klasse, am Dienstag, dem 30 Oktober 2018, das Theaterstück „Auerhaus“ nach dem Roman von Bov Bjerg in der Theaterfassung von Judith Heese und Karsten Dahlem in der Casa besucht.
Bevor es jedoch ins Theater ging, haben wir uns ausgiebig mit dem Theaterstück befasst und unter anderem einen Workshop zu diesem Stück besucht. Um einen ersten Einblick in die Geschichte zu erhalten, haben wir zuvor Textausschnitte aus dem Roman gelesen und auch während des Workshops Szenen gespielt.
Am Abend der Aufführung trafen wir uns vor der Casa, um uns unser erstes Theaterstück mit dem Literaturkurs anzusehen.
Da wir uns schon im Unterricht damit beschäftigt hatten, waren unsere Erwartungen hoch.
Als das Theaterstück dann endlich begann, traten fünf Schauspieler auf die Bühne. Sie begannen abwechselnd ihre Geschichte zu erzählen.
Schon da fiel auf, dass nur wenige Requisiten benötigt wurden.

Das Stück behandelt das Leben einer Freundesgruppe, bestehend aus sechs Personen, die mit verschiedenen Problemen kämpfen.
Nach dem fehlgeschlagenem Selbstmordversuch des Hauptcharakters Frieder entschließt sich sein bester Freund Höppner, mit ihm zusammenzuziehen. Damit hilft er Frieder, aber er entgeht auch seinen eigenen familiären Problemen.
Dies kommt Frieder sehr entgegen, da dieser sich in der Psychiatrie unwohl fühlt. Obwohl bei Vera, Höppners fester Freundin, Bedenken aufkommen, da sie davon ausgeht, dass Höppner der Verantwortung nicht gewachsen sei, ziehen sie und die Klassenkameradin Cäcilia mit ihnen zusammen ein. Im Laufe des Theaterstücks ziehen noch zwei weitere Personen in die Wohngemeinschaft ein. Dabei handelt es sich um zwei Freunde von Frieder, die Brandstifterin Pauline, die er in der Psychiatrie kennengelernt hat, und den Drogen konsumierenden Harry.
Die Freunde versuchen Frieder von einem weiteren Selbstmordversuch abzuhalten und zeigen ihm die lebenswerten Aspekte des Lebens. Sie veranstalten Partys und unternehmen auch andere Aktivitäten zusammen. Trotz einiger kleiner Schwierigkeiten scheinen alle zufrieden und glücklich zu sein.
Die Zuschauer erhalten einen kurzen Einblick in die mögliche Zukunft der Freunde und man hat für eine kurze Zeit das Gefühl, als würde es ein Happy End geben. Doch kurz danach kommt der Schock. Frieder ist tot und mit seinem Tod endet auch das Theaterstück.

Das Theaterstück entsprach unseren Erwartungen vollkommen. Es war sehr bemerkenswert zu sehen, was man mit so wenigen Requisiten alles darstellen konnte und wie sehr sich das Bühnenbild dadurch veränderte. Die gewählten Kostüme betonten die Eigenschaften der Personen. Zudem war es mithilfe von kleinen Änderungen möglich, dass eine Darstellerin zwei Charaktere spielen konnte. Am sympathischsten wirkte Frieder, da dieser nicht versuchte, seinen Selbstmordversuch zu leugnen, sondern offen und ehrlich mit diesem Thema umging. Sein Kostüm spiegelte jedoch seine Ängstlichkeit, da er sich in seiner Jacke versteckte.
Musikalisch begleitet wurde das Stück von einem Musiker, der verschiedene Instrumente spielte, um den Szenen Emotionen zu verleihen. Auch das Lied „Our House“ von Madness erkannte man in dem Stück wieder.
Wie empfehlen das Theaterstück auf jeden Fall weiter, da es unserer Meinung nach verschiedene Themen aufgreift, die nicht häufig angesprochen werden, aber trotzdem jeden einzelnen betreffen können, sei es im Freundeskreis oder in der Familie. Außerdem spricht Auerhaus alltägliche Probleme an, wie zum Beispiel die Angst vor den Abiturprüfungen. Deshalb würde es sich definitiv lohnen, sich das Stück anzusehen.

Leonita Buqaj und Emma Carlotta Kiszio, AG17B

[D. Geiecke]